Montag, 16. Dezember 2013

Zeitmaschine

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Für eine Inhaltsübersicht zu bisherigen Inhalten schaut doch bitte hier: Übersicht Nadja

Am Terminal nickte Mary zufrieden. Der Fahrer hatte sie korrekt abgesetzt. Er half ihnen noch mit den Rucksäcken, was Nadja mit einem großzügigen Trinkgeld quittierte und der Fahrer mit wenigstens einem Dutzend Verbeugungen. Dann stieg er wieder ein und fuhr davon und die Mädchen suchten ihren Eingang.

Das Einchecken hatte Mary schon am Vorabend am Laptop erledigt und sie hatten beide auf ihren Smartphones einen Code um an Bord des Flugzeuges zu dürfen. Sie trennten wieder die oberen Rucksackteile ab und gaben die Rucksäcke als Koffer auf. Die Ungetüme waren deutlich zu groß um im Passagierraum mitfliegen zu dürfen. Dann gingen sie durch die Sicherheitskontrolle und konnten schließlich durch die Scheiben auf das Flugfeld gucken.

Der Flughafen war deutlich belebter als die Stadt. Hier war schon einiges los und viele Geschäftsreisende rauschten an ihnen vorbei. Sie setzten sich noch in eine der kleinen Bars und orderten etwas zu trinken und ein paar Frühstückssnacks, welche sie mit ihrem letzten japanischen Geld bezahlten. Danach waren nur noch ein paar kleine Scheine und einige Münzen übrig.

"Gleich geht es in die Zeitmaschine.", grinste Mary und biss Herzhaft in ihr Sandwich. "Zeitmaschine?", fragte Nadja etwas baff. "Wir landen, bevor wir abfliegen.", meinte Mary aufgeregt mit vollem Mund. "Du bist wohl noch nicht ganz wach.", winkte Nadja ab. "Ha. Bin ich wohl. Schau mal auf deine Bordkarte." Sie deutete auf das Handy, dass Nadja noch vor sich liegen hatte, da sie kurz zuvor Joe eine Nachricht geschrieben hatte.

Nadja stellte ihre Tasse ab und rief die Bordkarte auf. "Blödsinn. Siehst du!", sagte Nadja und hielt Mary die Flugdaten vor die Nase. "Abflug ist um 06:10. Landung um 22:40. Nichts Zeitmaschine." "Schau aufs Datum.", triumphierte Mary breit grinsend. Nadja schaute erneut hin und das Handy wäre ihr fast aus der Hand gefallen. "Das muss doch ein Fehler sein.", meinte sie nachdenklich. Tatsächlich starteten sie am 23. um 06:10 Uhr Morgens und die Landung sollte am 22. um 22:40 sein.

"Sag ich doch: Zeitmaschine.", grinste Mary immer noch. "Wie kommt das?", fragte Nadja etwas grübelnd. "Die Datumsgrenze. Im Pazifik überqueren wir die Datumsgrenze und fliegen nach gestern.", erklärte Mary. Nadja zog die Stirn kraus. "Wie kann man denn nach gestern fliegen?" Sie fühlte sich nicht in der Lage dieses Problem nachzuvollziehen. "An der Datumsgrenze herrschen 23 Stunden Zeitverschiebung.", erklärte Mary weiter. "Aber deshalb ist doch in Seattle nicht gestern?", Nadja sah ihre Freundin etwas leidend an. Das war einfach zuviel am Morgen. "Doch. Genau das ist es. In Sattle ist noch gestern. Das ist das coole an einer Weltreise. Vor allem wenn man Ostwärts reist." "Willst du jetzt sagen, wenn wir andersrum geflogen wären und erst nach Japan und dann nach Europa, dann wären wir morgen angekommen?", bohrte Nadja nach. "Jetzt hast du es kapiert." Nadja schüttelte den Kopf. "Das bezweifle ich.", meinte sie und schlürfte an ihrem Kaffee.

Kommentare:

  1. SO, Herr Nevermind, heute musste ich zum ersten mal auf die Geschichte warten. *sich hinter KayGee stell und sich aufreg* es amüsierte mich beim nachlesen immer, wie sich alle aufregen und nun muss ich es selber durchmachen :/ KayGee, gründen wir eine Partei, dass der Autor mindestens elf Kapitel am Tag schreiben muss? Wenn wir durchkommen, dann kann der Lesespass weiterhin so gut fortsetzen wie vor wenigen Augenblicken (Warten ist nicht mein Ding und ich habe etwa immer 11 täglich gelesen :D)

    Mach weiter so, Joe

    Wenn wir schon bei Joe sind, wie wird Nadja mit Joe umgehen :D überrennen und Fussabdrücke im Gesicht hinterlassen und später merken, dass sie ihn überrannt hat^^ da könnte ich lachen

    LG J.G

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  2. Ach ich kann Nadja so gut verstehen. Ich habe auch lange gebraucht, um zu kapieren, wie das mit der Zeitverschiebung wirklich geht.

    JG, ich bin gegen eine Partei. Damit reizen wir ja Joe nur und ich kenne ihn. Der lehnt sich grinsend zurück und macht erst recht so weiter. Nee nee, da bin ich gaaaanz still, devot und unterwürfig. *g*

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